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Technische Fotomanipulation

Mai 302017

Technische Fotomanipulation

Was ist das?

Jeder kennt die 'normale' Fotomanipulation. Eine Person setzt sich mit einem Bild (in Gimp oder Photoshop) auseinander und verändert dort per Hand das Gesamtbild. Das Reicht von Helligkeitsanpassung über Retusche eines Gesichtes bis zu einer kompletten Neugestaltung des Bildes. In der Produktfotografie werden oft Produkte in Räumen dargestellt um zu sehen wie es fertig aussehen könnte. Im Falle eines Bodens muss eine Person aufwendig den Boden verlegen und dabei auf vieles aufpassen. Sollte nun das gleiche Bild mit einem anderen Boden sein, muss diese Prozedur wiederholt werden. Die Kosten pro Bild sind dabei sehr hoch.

Bei der technischen Fotomanipulation wird dem Computer beigebracht wie man den Boden richtig verlegt. In diesem Falle wird ein Bild vorbereitet, bei dem der Boden fehlt aber Lichteinfall, Schatten und Reflexionen richtig gestellt wurden. Dieser Aufwand muss einmal per Hand gemacht werden. 
Der Computer holt sich nun aus einem 'Holzlager' die fotografierten Stäbe, schneidet daraus die richtige Größe und beginnt den Boden nach Muster zu verlegen. Fugen, Helligkeitsunterschiede pro Verlegerichtung und vieles mehr kann hier automatisiert eingebaut werden. Danach verzerrt er den Boden richtig, damit er ins Bild passt.

Einmal gelernt kann der Computer diese Prozedur mit verschiedensten Holzarten, Verlegemustern und Bildern automatisiert wiederholen. Schnelle Computer können so eine Vielzahl von Bildern pro Stunde in Druckqualität ausrechnen.

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Wofür kann es verwendet werden?

Diese Art der Photomanipulation kann für alle Oberflächen

  • Boden: Parkett, Laminat, Teppich, Fliesen, Steine
  • Wand: Fliesen, Tapete, Vertäfelung, Farben, Muster
  • Decke: Stuck, Muster, Tapeten
  • Außen: Steinmauern, Wege

verwendet werden.

Als Basis muss nur ein passendes Bild (Eigenes Foto oder von Stockagentur) vorliegen, bei dem das entsprechende Element getauscht wird.
Der Aufwand besteht in der Vorbereitung des Bildes und dem lernen des richtigen Verlegens. Wenn der Computer einmal eingestellt ist, kann er dann schnell und trotzdem qualitativ hochwertige Bilder am Fließband erstellen.

Vorteile für den Kunden?

Bei neuen Produkten ist es oft schwer zu geeignetem Fotomaterial für einen Katalog oder die Webseite zu kommen. Damit können neue Produkt schon in einer Vielzahl von Einsätzen getestet werden, ohne dass das Produkt überhaupt existiert. Oder es werden bereits während der Fertigung der Produktes bereits die Kataloge gedruckt.

Zusammengefasst:

  • Produktbilder vor Fertigung des eigentlichen Produktes (auch für Planungsphase)
  • Kataloge fertig bevor der Verkauf startet
  • Hochwertige Bilder zu niedrigen Preisen (Neue Muster können schnell berechnet werden. Keine Handarbeit notwendig.)
  • Viele Variationsmöglichkeiten

 

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Roland Schuller - EYE-Open.at